...„Yolhanda Jacobssen“ und der Ureghano

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Der Bun­des­prä­si­dent, welt- und weit­läu­fig umge­ben von ande­ren Gestal­ten, jogg­te ihm ent­ge­gen. Maus­grau­es Polo, schwar­ze Turn­ho­se ohne erkenn­ba­re Mar­ken­lo­gos, blaue Lei­nen­schu­he ohne Socken.
Sind Sie auch vom Uregha­no umge­rannt wor­den?“, frag­te er Her­mann, ein paar Schweiß­per­len auf der Stirn.

Die Men­schen in „Yol­handa Jacobs­sen“ kann man in drei Kate­go­rien ein­tei­len“, sag­te sie, „die, die Zeit sind, die, die Zeit waren und die, die Zeit wären.
Ich hab‘ den Kram eh nie ver­stan­den“, sag­te Hermann.

Der Bun­des­prä­si­dent, ein fei­ner, frisch gedusch­ter Mann, blick­te Her­mann fra­gend an.
Bin ich die Zeit, war ich die Zeit oder wäre ich die Zeit?


Ich ver­ste­he den Bun­des­prä­si­den­ten und sei­ne Not ja“, sag­te sie, „aber was hat das mit dem Uregha­no zu tun?
Weiß ich auch nicht“, ant­wor­te­te Her­mann, „du bist doch nor­ma­ler­wei­se die Hüte­rin der Schät­ze im Nebel, die Inter­pre­tin des Wir­ren“.

Manch­mal braucht es auch Mut, etwas dort zu las­sen“, erwi­der­te sie, „und davor die Fähig­keit, die eige­nen Gren­zen zu erken­nen.

Mut oder Feig­heit, Fähig­keit oder Bequem­lich­keit?“, ver­such­te er sie zu provozieren.

Sie lächel­te. „Bleib locker. Lass‘ doch mal die Ande­ren.