(...und das Festival der Spinner I‑III)
Lieber Hermann,
deine Geschichte vom Festival der Spinner hat mir wirklich ein bisschen Angst gemacht.
Was merkwürdig ist.. Für Gewöhnlich kann man mich schon tendenziell als furchtlos einordnen. Vorsichtig: Ja! Aber ängstlich? Nein.
Was also ist da los?
Die Figuren an sich sind nicht gerade Figuren die blanken Horror... wobei ja schon Horror auslösen, aber eben nicht die klassische Ich-gehe-nur-zufällig-rückwärts-Angst. Und Festivals an sich laden ja dazu ein, sich unterhalten zu lassen. Neues zu hören.
Wenn man hier aber probeweise hinhört, erinnert das Gehörte eher an etwas, was man schon aus dem Trash-TV, Science Fiction oder Hollywood kennt. Und obwohl sporadisch sogar Kameras im Spiel sind, ist der Rahmen sicher kein Film im Sinne des Wortes. Wobei einige Figuren offenbar ihren eigenen Film spielen. Schaut man eine Weile zu, erkennt man aber schnell dass es nicht um Unterhaltung geht. Oh nein.
Und da kommt tatsächlich diese gewisse Beklemmung ins Spiel.
Denn: Reale (?) Personen werden auf einmal zu Figuren aus einem Film. Der Unterschied zwischen (Science-) Fiktion und Fakten wird irrelevant. Beweise werden durch Mehrheitsbeschluss erbracht. Vermuten, Schätzen, Glauben, Wissen – alles gleich. Große Reden und einige Wenige, die die Wahrheit erkannt haben. Auf einmal ist alles klar und wahr. So verrückt sich das anhört: Ja! Es ist wirklich so!
*STIRNRUNZELN ...
Wie im Film eben. Man frage sich nur: Warum?
Als ob das Leben abseits von Film (und Medien!) nicht spannend genug wäre.
Mir jedenfalls genügt das.
Und bei Langeweile gibt’s immer noch genug gute DVDs.